Überblick Hüft-Arthrose

Überblick Hüft-Arthrose

 

Anatomie – Aufbau des menschlichen Hüftgelenks 

Das Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk und besteht aus 2 Gelenkpartnern, dem Oberschenkelkopf (caput femoris) des Oberschenkelknochen und der Hüftpfanne (Acetabelum) des Beckens. Der Gelenkknorpel des Gelenkes sorgt für einen freien und nahezu reibungsfreien Bewegungsablauf. Durch die besondere Struktur der Knochenbälkchen im Bereich des Schenkelhalses, kann das Gelenk den enormen Belastungen wie bei Sprüngen aus Höhen und dem Heben schwerer Lasten standhalten. Der Gelenkknorpel des Hüftgelenk wird ernährt auch die Synovia (Gelenkflüssigkeit) der Synovialmembran (Gelenkkapsel), die wiederum über die Blutgefäße versorgt wird. Das Gelenk wird abgesehen von der Muskulatur durch den Bandapparat gesichert. Das Kugelgelenk lässt durch die Bauart relativ große Bewegungsfreiheit zu. 

  • Hüftstreckung (Extension) max. 20°
  • Hüftbeugung (Flexion) max. 140°
  • Außenrotation max. 50° (bei 90° Hüftflexion)
  • Innenrotation max. 40° (bei 90° Hüftflexion)
  • Abspreizung (Abduktion) bis 50°
  • Heranführung – Beinschluss (Adduktion) bis 30°

Durch die Muskulatur des Hüftgelenkes ist der Mensch in der Lage sich fortzubewegen. Nach den oben genannten Freiheitsgraden in unterschiedlicher Richtung werden auch die Muskeln unterteilt in Hüftstrecker, Hüftbeuger, Hüft-Außenrotatoren, Hüft-Innenrotatoren, Adduktoren und Abduktoren. Einer der kräftigsten Muskeln ist der M. Gluteuus Maximus (großer Gesäßmuskel) er ist in der Lage zusammen mit den anderen Hüftmuskeln enorme Belastungen zu absolvieren. Die Muskulatur als größtes Stoffwechselorgan schützt aber auch die großen Gefäße wie die Ateria und Vena Femoralis (Beinsschlagadern) und die großen Nerven wie den Nervus Ischiadicus, Nervus femoralis sowie die alle anderen kleinen Blutgefäße, Nerven- und Lymphgefäße.

 

Biomechanik des Hüftgelenkes

Die Beanspruchung des Hüftgelenkes hängt mit der Größe des auf den Hüftkopf ausgeübten Drucks und von der Ausdehnung der Belastungsflächen der Gelenkkörper ab. Maßgebende Faktoren dabei sind:

  • Die Größe der unter Druck liegende Gelenkfläche. 
  • Die Länge des Muskelhebelarmes - das Zusammen wirken von Körpergewicht und bewegender Muskelkraft. 
  • Die Muskelspannung vor allem der Abduktoren (Muskeln, die das Bein abspreizen), Adduktoren und von dem Iliopsoas und rectus femoris (= Hüftbeuger)
  • Durch diese Faktoren wird klar, dass eine Veränderung des Hüftwinkels zu einer mehr oder verringerten Belastung des Gelenkes führen kann. 

 

Biomechanik: Kräfte die auf das Gelenke wirken